Die Geschichte der Evang. Kirche in Ständestaat

   und Naziregime

   Zeittafel der wichtigsten Ereignisse dieser Zeit 1a

 

 

1934      
Im Monat Januar   In Österreich beginnt neue nationalsozialistische Terrorwelle  
       
12. bis 15. Februar   Februarkämpfe, Beginn des Bürgerkrieges, ausgehend von Linz. Zerstörung der Sozialdemokratischen Parteiorganisation und der Parteizentrale. Annullierung aller sozialdemokratischen Einrichtungen, Gewerkschaften und Abgeordnetensitze.

Einsatz von Massenverhaftungen, schweren Waffen und Standrecht

 
   
2. März   Errichtung einer Einheitsgewerkschaft  
       
17. März   "Römische Protokolle": Zusammenarbeit zwischen Italien, Ungarn und Österreich  
       
30. April   Letzte Sitzung im Nationalrat, nur mehr 78 Abgeordnete können teilnehmen, Bestätigung der Notverordnungen  
1. Mai   Konkordat und neue Bundesverfassung auf ständischer Grundlage treten in Kraft.

Beginn neuer Anschlagswelle durch die Nationalsozialisten

 
       
25. Juli   Misslungener Putschversuch und Ermordung von Bundeskanzler Dollfuß durch nationalsozialistische Putschisten  
       
29. Juli   Kurt von Schuschnigg wird neuer Bundeskanzler  
       
31. Juli   Hinrichtung von acht Hauptbeteiligten des nationalsozialistischen Putschversuches von 25. Juli  
       
31. Oktober   Konstituierung der neuen gesetzgebenden Körperschaften  
       
   
 
1935      
Januar   424.000 Arbeitslose in Österreich  
       
2. Oktober  

Kaiserreich Abessinien wird vom faschistischen Italien angegriffen und bis Mai 1936 erobert und annektiert; in der Folge außenpolitische Annäherung zwischen Italien und Deutschland

Landesverweisung der Mitglieder des Hauses Habsburg wird aufgehoben

 
       
9. Oktober   Österreich wird sich nicht an Sanktionen gegen Italien beteiligen (Abessinien-Krise)  
       
   
 
1936      
1. April   Einführung allgemeiner Wehrpflicht  
       
12. Mai   Beratung deutsch-österreichisches Abkommen  
       
15. Mai   Schuschnigg übernimmt von Ernst Fürst Rüdiger von Starhemberg Führung der "Heimwehr"  
       
11. Juli  

Besprechung Hitler-Schuschnigg auf dem Obersalzberg. »Juli-Abkommen«  - Darin wird  Österreich als »zweiter deutscher« Staat definiert.

Deutschland erkennt staatliche Unabhängigkeit Österreichs an, Österreich verpflichtet sich zu Amnestie angeklagter und verurteilter Nationalsozialisten und zur Hereinnahme von Vertretern der den Nationalsozialisten nahe stehenden »nationalen Opposition« in politische Verantwortung (»Anschluss von innen«)

 
       
22. August   Amnestie für politische Vergehen als Folge des Juliabkommens; Entlassung zahlreicher Nationalsozialisten aus den Gefängnissen  
       
24. August   Das Deutsche Reich erlässt das neue Gesetz betreffend die Neuregelung des Reiseverkehrs mit Österreich: Aufhebung der »Tausendmarksperre«  
       
28. August   Gründung "Österr. Jungvolk" (Einheitsjugendorganisation)  
       
1.November   Der "Duce" (Benito Mussolini) spricht erstmals von Achse "Berlin-Rom"  
       
   
 
1937      
4. Februar   Schuschnigg richtet "Siebener-Ausschuss" für Kontakte zu Nationalsozialisten ein  
       
17. Juni   Volkspolitisches Referat im Rahmen der Vaterländischen Front zur Einbindung der Nationalen Kräfte wird eingerichtet.

Seyß-Inquart wird zum Befriedungskommissar ernannt (im Ministerrang) und soll Verbindung zwischen Regierung und nationaler Opposition herstellen

 
       
24. Juni   Weisung für die einheitliche Kriegsvorbereitung der Deutschen Wehrmacht. Ein gesonderter Abschnitt betrifft den Sonderfall »Otto« (Besetzung Österreichs)  
       
23. August   Schuschnigg bleibt erfolglos bei Gesprächen in Rom, dagegen Reichsminister Hermann Göring erfolgreich bei Mussolini für Annexionspläne. Österreichische Diplomatie in Rom, Paris, Budapest ebenfalls erfolglos  
       
   
 
1938      
12. Januar   Schuschnigg weigert sich, aus Völkerbund auszutreten  
       
12. Februar  

Weitere Begegnung Hitler - Schuschnigg auf dem Obersalzberg.

Unter massivem Druck Hitlers unterzeichnet Schuschnigg das deutsch-österreichische Verständigungsabkommen ("Berchtesgadener Abkommen") in welchem die Übergabe des Innen- und Sicherheitsressorts an Seyß-Inquart, Enthaftung aller Nationalsozialisten etc. vereinbart wird)

 
       
15. Februar   Nationalsozialist Arthur Seyß-Inquart wird in Regierung aufgenommen  
       
24. Februar   Schuschniggs Antwortrede auf Hitlers Pläne vor dem Bundesrat (»Bis in den Tod: Rot-weiß-rot«).

In den folgenden Tagen nationalsozialistische Unruhen, insbesondere in Graz, das sich später stolz "Stadt der Volkserhebung" nennen wird

 
       
11. März   Bekanntgabe der geplanten Volksabstimmung am 13. März 1938 löst Vorbereitung militärischer Annexion aus.

Hitler zwingt Schuschnigg, die Abstimmung auszusetzen. Schuschnigg gibt dem Druck nach

 
       
12. März   Rücktritt Schuschniggs im Radio bekannt gegeben (legendäres Zitat "Gott schütze Österreich"), Bundespräsident Miklas bestimmt Seyß-Inquart zum neuen Bundeskanzler  
       
13. März  

Einmarsch deutscher Truppen, Hitler überschreitet bei Braunau die österreichische Grenze.

"Führerrede" in Linz

 
       
17. März   Bundeskanzler Seyß-Inquart unterschreibt Gesetz über "Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich"  
       
10. April   Wertverhältnis Schilling zu Mark 2:3 wird festgesetzt  
       
24. Mai   Abstimmung in Österreich und Deutschem Reich über "Wiedervereinigung", große Mehrheit dafür  
       
8. August   7 Reichsgaue, Vorarlberg kommt zu Tirol, Burgenland auf Steiermark und "Niederdonau" aufgeteilt  
       
29. Mai   Errichtung KZ Mauthausen  
       
29. September  

Münchner Abkommen über "Anschluss des Sudetenlandes an Deutsches Reich"

 
       
9. November   So genannte "Reichskristallnacht", bei der es sich in Wirklichkeit um ein Pogrom handelte  
       

 

Bundeskanzler Dollfuß

wird von nationalsozia-listischen Putschisten ermordet

 

Abzeichen der "Vater-ländischen Front" (im Volkmund der

"Gwiss´nswurm"

genannt)

 

Kurt von Schuschnigg,

neuer Leiter der

Heimwehr

 

Abzeichen der Einheits-Jugendorganisation "Österreichisches

Jungvolk"

 

Mussolini und Hitler

 

Der "Obersalzberg" in Berchtesgaden

 

Der so genannte "Anschluss"

 

Seyss-Inquart als

erster NS-Minister

 

Ehrenzeichen des Ständestaates

an  verdiente Turner-Funktionäre

 

 

 

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Probleme der Forschung

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Zeittafel 1a

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