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Glasfenster in
unserer Kirche
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Um den Zuschlag
für die Herstellung der Glasfenster und
Kunstglasfenster bewarben sich zwei Firmen, eine aus Wien (Fa.
Carl Geyling´s Erben) und eine aus Böhmen (Fa. Richard
Schlein aus Grottau). Der Bauausschuss traf eine salomonische
Lösung: man teilte den Auftrag, und bekam so von jeder der
beauftragten Firmen noble Rabatte :-). |
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Böhmische Glaskunst in
Spittal |
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Die
Kunstgläser wurden von der Fa. Schlein aus Böhmen
hergestellt, die auch entsprechende Entwürfe nach Beschreibung der
gewünschten Motive durch Vikar Julius Schacht und
Kurator Leonhard Bruckmann erstellte. (Die böhmischen Glasmanufakturen genossen in der
k. und k. Zeit hohes fachliches und künstlerisches Ansehen, man denke nur an die
berühmten Gläser aus Lötz, die durch die
opalisierenden Oberflächen und technisch schwierig herzustellende
Überfanggläser (abgeschaut von Gallét und
selber weiterentwickelt) weltberühmt wurden und unzählige Goldmedaillen
auf diversen Handelsschauen und Weltausstellungen erhielten). Die Kosten der
Anfertigung trugen die Familie des Vikars Julius Schacht/Berlin
und Spittal (Christus), die Fam. Winkler aus Seeboden (Bäuerin mit
Tochter) und Fam. Bruckmann aus Spittal (Bauer mit Sohn) |
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Zuschlag
gerecht verteilt
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Den Zuschlag über die
Herstellung der einzelnen sechseckigen Glaselemente aus Bleiglas für die hohen Kirchenfester,
die Bleirahmung der einzelnen Segmente und Zusammenmontage in die
Eisenrahmen, sowie über die normalen
Fenstergläser (Sprossenfester in der Fassade, in der Trennwand zwischen
Gemeindesaal und Kirchenraum mit Dekorglas, die Butzenscheiben in der
Kirchenfront links und rechts neben dem Eingangsbereich, die
provisorischen einfachen Bogenfenster in der Apsis (diese dienten als
Ersatz, bis die Kunstgläser fertig gestellt waren) sowie die Glasfüllungen
einiger Türen und Türfenster im Pfarrhaus) bekam die Fa. Geyling
aus Wien.
Die Normalgläser
(Klarglas, Bleiglas und Butzenscheiben) erreichten Spittal mit der
Bahn am 14. 9. 1909, also ziemlich knapp vor der Einweihung der Kirche,
die Kunstgläser (bis dahin war der Raum für die Apsisfenster
mit Normalscheiben ausgestattet) erst 1912, ebenfalls mit der Bahn. |
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Lieferanten der Kunstgläser
und Flachgläser mit typischen Briefköpfen |
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Schon damals ein Problem:
die Beheizung |
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Zur Beheizung
wurde eine Warmluftheizung geplant, welche die aufsteigende
Wärme über Luftschächte im Kirchenraum verteilen
sollte. Dazu wurden 2 große Dauerbrandöfen von der Fa. Swoboda
angeschafft, die links und rechts seitlich vor der Apsis aufgestellt
waren. Es lässt sich erahnen, dass es zu keiner wirklichen Erwärmung des
Kirchenraumes gekommen ist...
Der Schornsteinaufsatz mit
Ventilator kam von der Fa. J. A. John AG aus Wien.
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Beleuchtung, Blitzschutz
sowie
Telefon- und
Telegrafeninstallation - alles aus einer Hand
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Die Elektroinstallationen
für Beleuchtung, Blitzschutz und Telegrafenanschluss führte die Fa.
H. Wadler und Cie. aus Wien durch, die Samen und
Baumsetzlinge lieferte die Fa. Hermann Schopper aus Linz. |
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Dachziegel aus Oberbayern
Jalousien und Rollbalken aus
dem fernen Wien
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Die Biberschwanz-Dachziegel
lieferte die Fa. Thonwerk Kolbermoor aus Oberbayern, die
Jalousien und Rollbalken die Fa. Th. Kosáts aus Wien - die
Anfahrtskosten des Monteurs und einen Arbeitstag machten 20% des
Gesamtrechnungsbetrages aus... |
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Tür, Turmkreuz, Kugel,
Stiefel aus Kupfer kamen aus Wien...
...und die Ziffern aus
Stuttgart |
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Eine schmiedeeiserne Tür,
das Turmkreuz samt Kugel, Knauf und Stiefel aus Kupfer, und verschiedene Stangen, ca.
1,5m lang, kam von der Fa. Josef Lach aus Wien. Für die
Liederanzeige wurden Zifferntäfelchen aus Stuttgart von der Fa. Otto
Wohlfahrt angekauft.
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Die einschiebbaren
Ziffern auf der Liederanzeige wurden bei der Fa.
Wohlfahrt aus Stuttgart bestellt, obwohl sie teurer waren als
Produkte einheimischer Firmen |
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Martin Luther

Die Lutherrose
über der Orgelempore, heute
leider vom
Orgelgehäuse verdeckt

Als Lagerbestand günstig
angeboten
von der Fa. Schlein

Typisches Lötzglas aus
Böhmen

Der Briefkopf der
Evang. Pfarrgemeinde
Innsbruck mit der Zeich-nung der neuen Kirche

Der Heizungsplan mit
2 Öfen und Luftschächten

2 Ungetüme
links und rechts
seitlich
vor der Apsis

Schornsteinaufsatz mit
Ventilator

Die bekannteste Firma
der Monarchie
für Turm-uhren und
Schlagwerke
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