adventkranz
Das letzte Wort hat Gott. Und es ist kein Gerichtswort sondern ein Wort der Barmherzigkeit, das Hoffnung schenkt und Zukunft eröffnet.

Wort des Gemeindeleiters

Am Beginn seiner Andacht für die Vollversammlung des Werkes für Evangelisation und Gemeindeaufbau (WeG) schreibt Rektor Fritz Neubacher: 

„Ich bin aufgewachsen und habe bislang gelebt mit der Grundannahme, dass es stetig aufwärts geht: jedes Jahr ein paar Prozent Wirtschaftswachstum, jedes Jahr ein paar Monate mehr Lebenserwartung, jedes Jahr mehr medizinische, pädagogische, … Erkenntnisse. Und nicht zuletzt: jedes Jahr mehr wachsende Gemeinden. Die Vektoren in unseren Diagrammen zeigten schräg nach oben.

Ich – und viele – erleben es als sehr irritierend, dass uns gerade vor Augen geführt wird: Das muss nicht so sein. Ein kleines Virus biegt die Kurven in unseren Bilanzen ganz schön her. Und wir wissen noch nicht, wo die Pfeile am Ende hinzeigen werden…

In dieser Situation sind wir auf der Suche nach Anhaltspunkten im Diagramm des Lebens. Wir halten Ausschau nach Werten, die Orientierung geben können, und damit Halt und Sicherheit.

Ein unkaputtbarer Fixpunkt im Lebensschaubild sind die Verheißungen Gottes durch seine Propheten. (…)“

Und dann zitiert er Karl Elliger aus dessen Kommentar zum Propheten Jesaja:„Aufbau, nicht Abbau ist Gottes letztes Wort“.

Ja es stimmt: Mögen die Gerichtsreden noch so umfangreich und drastisch sein: Am Ende stehen die Verheißungen für einen Neuanfang und für die Zuwendung Gottes. Und an denen wollen wir uns aufrichten und an ihnen ausrichten. Stellvertretend sei hier ein Vers aus dem Buch des Propheten Jeremia (29,11) genannt, wo es heißt: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

Unsere Pfarrgemeinde hat Zukunft und steht unter der Hoffnung, die den Namen Jesus Christus trägt. Und das gilt auch für mein persönliches Leben.

Das letzte Wort hat keine Pandemie, kein Virus, keine Naturkatastrophe, auch nicht der Tod.

Das letzte Wort hat der, der auf den Thron sitzt (Offenbarung 21,5) und spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“

Das letzte Wort hat Gott. Und es ist kein Gerichtswort sondern ein Wort der Barmherzigkeit, das Hoffnung schenkt und Zukunft eröffnet.

Christian Kohl