Irgendwie war da die Vorstellung, nach dem Sommer wird alles wieder so wie früher sein.

Wort des Gemeindeleiters

Irgendwie war da die Vorstellung, nach dem Sommer wird alles wieder so wie früher sein: Gemeindefest zum Erntedankwochenende als „Corona- Abschiedsparty“! Doch in den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass wir als Pfarrgemeinde und Kirche noch ein weiteres herausforderndes Jahr vor uns haben und nach wie vor weit weg sind von der früheren Normalität.

Als Presbyterium haben wir uns im August darauf geeinigt, unter welchen Corona-Maßnahmen wir das Gottesdienst- und Gemeindeleben ab Herbst wieder aufnehmen wollen und können. Und wir werden diese Vorgaben immer wieder an die aktuelle Situation anpassen müssen. Aus heutiger Sicht ist z.B. völlig offen, in welcher Form wir 2020 Weihnachten feiern können!

Dennoch werden wir unsere Projekte zur Gemeindeentwicklung vorantreiben, aber eben gemäß den Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der herrschenden Einschränkungen.

So werden wir z.B. ab September das neue Gottesdienstformat „alpha- Gottesdienst“ einmal im Monat anbieten und sowohl den „TagesausKLANG zur Wochenmitte“ als auch den „MA-Treff“ weiterführen.

Andererseits sind die Gottesdienste in den Außenorten Lind und Mühldorf nicht mehr möglich bzw. sinnvoll: Das Wallnerhaus in Lind kann nicht mehr genutzt werden und in Mühldorf habe ich zuletzt mit 2 Personen Gottesdienst gefeiert. So werden wir uns überlegen, wie wir als Pfarrgemeinde Spittal auf andere Weise in diesen Ortschaften präsent sein können.

Was die personelle Situation betrifft: Mein Vertrag als Gemeindeleiter zur „geistlichen Versorgung“ der Pfarrgemeinde wurde auf Antrag des Presbyteriums durch die Kirchenleitung für zwei weitere Jahre bis August 2022 verlängert. Die amtsführende Pfarrstelle bleibt weiter unbesetzt und wird ab 1. September erneut von unserem Superintendenten Mag. Manfred Sauer administriert. Kärntenweit ist die Situation sehr angespannt, da mehrere Pfarrkolleg*innen sich auf andere Pfarrstellen wegbeworben haben und eine Pfarrerin in Pension gegangen ist.

Im Geiste unserer Vorfahren im Glauben werden wir uns davon weder beirren noch entmutigen lassen und ich bin gewiss, dass wir – wie einst das Gottesvolk Israel – im Rückblick sagen können werden (Josua 24,17): „Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind.“

Christian Kohl